Außen historisch, innen moderne Technik: Junkers-F13-Replika plant Rundflüge 2026 in Deutschland und der Schweiz

02.01.2026

ALTENRHEIN / MÜNCHEN. Zwei Meilensteine der Luftfahrtgeschichte stehen 2026 am Bodensee im Fokus: Der Flughafen St. Gallen-Altenrhein wird 100 Jahre alt. Und die erste Replika (Nachbau) der historischen und legendären Junkers F13 hob 2016 erstmals ab und feiert nun ihren ersten runden Geburtstag. Aus diesem doppelten Anlass plant der in Altenrhein ansässige Verein „Junkers Luftverkehr“ im Jahr 2026 mehrere Rundflüge mit dem Klassiker der Luftfahrt in der Schweiz. Aber auch an verschiedenen Flugplätzen in Deutschland startet das besondere einmotoriges Passagierflugzeug.

Das Deutsche Museum in München ordnet den Typ so ein: „Die F13 war das erste aus Metall gefertigte Passagierflugzeug – im Juni 1919 eine Weltneuheit.“

Die Junkers F13 absolvierte 1919 in Dessau ihren Erstflug und gilt als erstes Ganzmetall-Passagierflugzeug der Welt. Mit offenem Cockpit für Pilot und Bordmechaniker oder Copilot sowie einer geschlossenen Kabine für vier Fluggäste wurde der Tiefdecker aus Duraluminium in den 1920er-Jahren als Passagier- und Frachtflugzeug genutzt.

Luftfahrthistoriker sprechen wegen dieser Aufteilung bisweilen von einer „Postkutsche der Lüfte“.

Die F13 ist eine frühe Vorläuferin heutiger moderner Verkehrsflugzeuge. Sie gehörte zu den ersten Passagierflugzeugen der damaligen „Deutschen Luft Hansa“ (historische Schreibweise) und zählte zu den prägenden Maschinen der ersten Flotte der Fluggesellschaft.

Originale Maschinen dieses Typs sind heute nur noch als Museumsstücke erhalten, etwa im Deutschen Museum in München. Flugfähige Oldtimer gibt es nicht mehr.

In Altenrhein ist für 2026 nach Angaben des Vereins eine Reihe von Rundflugterminen vorgesehen, darunter auch am Jubiläumswochenende vom 28. bis zum 30. August im Rahmen der Feiern „100 Jahre Flughafen St. Gallen-Altenrhein“. Die Rundflüge ab Altenrhein führen je nach Wetterlage über den Bodensee, den Alpenrand und umliegende Almenlandschaften.

Altenrhein ist nach Angaben des Vereins Heimatflugplatz der drei derzeit flugfähigen F13-Repliken mit den Kennzeichen HB-RIM, HB-RIA und HB-RIO. Die Repliken orientieren sich äußerlich eng an der ursprünglichen Konstruktion mit markanter Duraluminium-Wellblechhülle und der früheren Ausstattung der kleinen Passagierkabine. Ansonsten sind die Nachbauten jedoch mit zeitgemäßer Avionik im Cockpit und einem modernen Sternmotor ausgestattet, um heutigen Sicherheitsanforderungen in der Luftfahrt zu genügen.

Der rund zehn Meter lange Nachbau mit einer Spannweite von knapp 15 Metern ist für zwei Besatzungsmitglieder im halboffenen Cockpit und vier Fluggäste in der geschlossenen und beheizten Kabine ausgelegt. Bei den angebotenen Rundflügen werden nach Angaben des Vereins jedoch aus Gewichtsgründen maximal drei Fluggäste befördert.

Für Deutschland nennt der Verein nach eigenen Angaben mehrere Stationen im Jahr 2026, darunter Kempten-Durach (9./10. Mai), Oberschleißheim (13./14. Juni), Gelnhausen (10. – 12. Juli), Mainz-Finthen (4. – 6. September) und Leverkusen-Kurtekotten (12./13. September). Details stehen im Anhang.

„Wir sehen die F13 als fliegendes luftfahrttechnisches und verkehrsgeschichtliches Kulturgut“, sagt Vereinsvorsitzender Bernd Huckenbeck. „Für viele Gäste ist ein Rundflug eine kleine Zeitreise in die Anfangsjahre der Passagierluftfahrt.“

Aus luftfahrtrechtlichen Gründen ist für Flüge mit der F13 nach Angaben des Vereins eine Mitgliedschaft im Verein erforderlich. Zwischen Beitritt und Flugtermin muss demnach ein Vorlauf von mindestens 30 Tagen liegen. Buchungen erfolgen nach Angaben des Vereins exklusiv über die Internetseite. Die reine Flugzeit liegt nach Vereinsangaben je nach Abflugort bei mindestens 15 bis 30 Minuten; inklusive Ein- und Aussteigen sowie Rollbewegungen am Boden sind die Fluggäste insgesamt bis zu 45 Minuten in der Maschine unterwegs. Der Preis für einen Rundflug beträgt laut Verein ab etwa 200 Euro pro Person – je nach Dauer und Land.

Weitere Details nennt der Verein auf seiner Internetseite: www.junkers-luftverkehr.com

ANDREAS DUNKER

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